AIKIDO

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Die Silben AI, KI und DO bedeuten:
Weg des harmonischen Geistes


AI ist die Harmonie und Liebe zu den Menschen und der Natur, ebenso die Ausgewogenheit zwischen Geist und Körper.


KI steht für die geistig-seelische Kraft, die Harmonie zwischen Geist und Körper voraussetzt.


Do ist der Weg, diese Prinzipien unbewußt durch beständiges Training zu erlernen, um sie dann auf alle Bereiche des Lebens anzuwenden.

Unsere DAN Träger

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Aikido ist eine aus Japan stammende friedvolle BUDO-Disziplin


Grundlage sind effektive Verteidigungstechniken, die der japanische Großmeister Morihei Ueshiba als Synthese traditioneller Kampfkünste entwickelt hat.


Aikido ist eine moderne Selbstverteidigung

Im Aikido setzt man der Kraft des Angreifers keinen direkten Widerstand entgegen. Durch geschicktes Ausweichen und Nachgeben wird er mit seiner eigenen Kraft aus dem Gleichgewicht gebracht. Wirkungsvolle Wurf- und Hebeltechniken setzen den Angreifer außer Gefecht, ohne ihn zu verletzen. Somit wird dem Angreifer die Chance gegeben, Einsicht zu erlangen.


Aikido ist eine besondere Art der Lebensführung und -einstellung

Mit Verzicht auf offensive Angriffstechniken vermitteln die Techniken dem Übenden eine entsprechend defensive und verantwortungsbetonte geistige Haltung.


Aikido stärkt durch regelmäßiges Üben das Selbstvertrauen, die Konzentrationsfähigkeit sowie die innere Ruhe.

Morihei Ueshiba wurde am 14. Dezember 1883 in Tanabe, einem kleinen Fischerdorf in der Nähe von Osaka, Japan, geboren.


Sein Vater Yoroku Ueshiba stammte aus einer alten Samuraifamilie. Er ließ ihn sumo und schwimmen lehren. Mit 19 Jahren entdeckte Morihei sein Interesse an Kampfsportarten und trainierte im Kito-ryu Dojo Jiu-Jitsu.

Im Jahre 1903 trat er in die japanische Armee ein und erwarb sich im russisch/ japanischen Krieg 1904–1905 große Verdienste. Er folgte 1910 dem Aufruf der Regierung und ging nach Hokkaido. Dort traf er Takeda Sokaku, Großmeister des Daito-ryu-Aiki-jutsu, bei dem er bis 1918 trainierte.


Auf der Heimreise zu seinem todkranken Vater lernte er den Begründer der Omotokyo-Sekte Wanisaburo Deguchi kennen. Er wurde von dessen pazifistischer Bewegung sehr stark inspiriert. Hier entdeckte er vermutlich auch die Philosophie des Aikido: Das Kämpfen des Nichtkämpfens.


1927 zog Ueshiba nach Tokio, wo er sich ein Dojo einrichtete. Bis an sein Lebensende verbesserte Morihei Ueshiba noch seine Techniken, trainierte genauso hart wie in jungen Jahren und vervollkommnete seine Philosophie.


Er verstarb am 26. April 1969 im Alter von 86 Jahren nahe seines geliebten Dojos.

WARUM AIKIDO ?


Das ist eine Frage, die immer mal wieder auftaucht, gerade, wenn der Anfängerkurs begonnen hat. Und die Antworten, die man darauf bekommt und sich vielleicht auch selber gibt, sind sehr unterschiedlich.


Eine Kampfsportart zu beginnen oder auch von einer anderen zu Aikido zu wechseln, da sind meistens bestimmte Erwartungen daran geknüpft. Ich habe eine Sportart gesucht, die mich, als beruflich sehr eingespannte Person, nicht von einer Mannschaft abhängig macht, aber dennoch in der Gruppe ausgeübt wird. Ich wollte auch Spaß haben, mich unterhalten und beim Schwitzen nicht ganz allein sein.


Bei einer Vorführung der Aikido-Gruppe haben mich die eleganten Bewegungen und die (scheinbare) Leichtigkeit dieses Kampfsports fasziniert. Und nun bin ich schon sieben Jahre mit Spaß dabei. In den Anfängerkursen sieht es ähnlich aus: Beruflich eingespannte, dazu noch familiär eigentlich ausgelastete Frauen und Männer stehen da, um sich in den nächsten 2 Stunden einen Eindruck zu verschaffen, ob Aikido das Richtige für sie ist.


Um eine Enttäuschung vorweg zu nehmen: Aikido lernt man nicht in ein paar Übungsstunden. Ehrlich gesagt, am Anfang kommt man sich wie ein Bewegungslegastheniker vor.

Ich habe ständig Rechts und Links verwechselt und beobachte diese erste Hürde auch häufig bei den Neueinsteigern. Aber: Alles kein Drama, denn der Körper hat ein gutes Gedächtnis und irgendwann geht es dann auch fast schon automatisch.


Genauso das Rollen: Den letzten Purzelbaum habe ich während meiner Schulzeit gemacht und die liegt jetzt schon eine ganze Weile zurück. Das Rollen ist aber das A und O im Aikido, denn damit macht man es einem Angreifer schwerer von ihm gefaßt oder verletzt zu werden und man man fällt sicher. Auch das Bedarf der Übung und vor allem auch Vertrauen in seinen Übungspartner, ohne den Aikido nicht geht.


Im Training darf immer gelacht werden. Natürlich sollen wir uns auf die Übungen konzentrieren, damit nichts schief geht, aber wenn mal etwas nicht so gekonnt aussieht – was soll´s! Lachen lockert die Bauchmuskulatur und beim nächsten Versuch geht die Übung dann schon besser.


Fassungslos hört man Begriffe wie Tenkan-ashi, Shi-ho-nage oder Ude-osae. – Naja, Aikido ist in Japan entstanden und als Kampfsportstil noch gar nicht so alt - etwa 100 Jahre und O-Sensei Ueyshiba hat damals sicher noch nicht an deutsche Übersetzungen seiner Anweisungen gedacht.

Man wird nicht japanisch lernen, aber die Begriffe prägen sich ein und spätestens zur ersten Prüfung zum Gelbgurt, kann man sie dann auch unterscheiden. Es baut sich alles nach und nach auf, deshalb ist keine Stunde wie die andere und es wird nie langweilig.


Ich habe als erstes gelernt, das auch das Angreifen beim Aikido gelernt sein will und der Partner wissen muss, wie er auf Zuruf im Training angreift und ich dann „nur“ noch reagieren muss. Klasse fand ich als Anfänger auch, daß immer alle mit allen trainiert haben, also ein Anfänger wird dann auch von bereits Fortgeschrittenen angegriffen und umgekehrt, wobei aber immer Rücksicht auf das Können des „Schwächeren“ genommen wird.

Dabei lernt jeder von jedem, so das keinem sein „Noch-Nicht-Können“ unter die Nase gerieben wird. Da Aikido nichts mit Körperkraft, sondern mit Ausnutzen der Energie des Angreifers und mit Hebeln zu tun hat, kann auch immer wieder David Goliath besiegen, wobei im Aikido dann auch Goliath seine Chance bekommt.


Irgendwann kommt dann der Tag, an dem der Meister befindet, daß es Zeit wird sich der ersten Prüfung zum Gelbgurt zu stellen.

Die erste Prüfung ist die schwerste: Es kostet schon Überwindung, sie zu machen. Und das Lampenfieber, ob auch alles, was man gelernt hat, glatt geht, ist auf alle Fälle mit dabei.

Umso stolzer war ich dann, als ich sie geschafft habe und der persönliche Ehrgeiz weiterzumachen, hatte mich seitdem gepackt.

Und nicht nur mir, sondern vielen Aikidoka geht es so, daß sie sich persönlich weiterentwickeln und verbessern wollen. Und das ohne Druck, es zu müssen. Sondern einfach nur, weil es einem selbst Spaß macht daran zu feilen.


Warum also ausgerechnet Aikido? – Genau aus allen diesen Gründen!


Carola Möhring

Aikido ist eine friedvolle Budo-Disziplin und wird tendenziell eher zu den »sanften Künsten« gezählt, eine Wahrnehmung, die auf der Abwesenheit von Tritten und dem fast vollständigen Verzicht auf Stöße und Schläge beruht.


Wahres Aikido ist defensiv! Nicht Gegnerschaft, sondern ihre Aufhebung ist das Ziel. Die Urformen dieser Techniken waren tödlich – auf den Schlachtfeldern der Samurai gab es keine zweite Chance –, sie wurden aber von O Sensei Morihei Ueshiba so weiterentwickelt, dass von einer Vernichtung des Gegners Abstand genommen wird. Dem Angriff selbst soll wirksam begegnet werden, nicht der angreifenden Person. Das ist ein zentraler Aspekt in der Philosophie des Aikido.


Zuschauer einer Aikido-Demonstration erwarten, dass beim Aufeinanderprallen zweier Kräfte die schwächere unterliegt. Aikido hingegen zeigt keine äußeren Anzeichen von Kraft, Anstrengung, Kampf. Die Akido-typischen Bewegungsmuster sehen leicht und unverkrampft aus – wie ein Spiel. Folglich könne es nicht »echt« sein und nicht funktionieren. Das jedoch ist ein Trugschluss!


Aikido ist so konstruiert, dass es den geschicktesten Gegner neutralisiert, und das selbe gilt für die Kampfkünste, aus denen Aikido sich entwickelt hat. Wenn diese Techniken und Methoden nicht funktioniert hätten, hätte man sie schon lange vergessen.


Es gibt einen weiteren, etwas weniger rühmlichen Grund für die vermeintliche Unwirksamkeit des Aikido: Anfänger im Aikido sind oft so begeistert von ihrer Kunst, dass sie das Bedürfnis haben, ihre ersten Gehversuche an Bekannten auszuprobieren. Diese haben, wenn sie sich wehren oft wenig Mühe, einem Hebel zu entkommen, so dass bei beiden, Aikidoka und Versuchsobjekt, der Eindruck entsteht, dass Aikido nur funktioniere, wenn der Angegriffene mitspielt.


Aikido eignet sich hervorragend zur Selbstverteidigung, ohne dabei jedoch der Gewalt mit neuer Gewalt zu begegnen. Vielmehr wird dem Gegenüber die Sinnlosigkeit seines aggressiven Verhaltens vor Augen geführt. Aikido, seine Techniken und Gedanken, begreift man nicht innerhalb weniger Übungsstunden. Aikido erfordert viel Zeit und Geduld bis man das Gespühr für sein Gegenüber entwickelt hat und die Technik »funktioniert«.


Selbstverteidigung meint auch: Seine eigene Aggression zu beherrschen, verbale Gewalt zu mindern, Unfällen durch erhöhte Achtsamkeit vorzubeugen. Ziele, die man mit dem Training des Aikido erreichen kann.

»Aikido funktioniert. Dein Aikido funktioniert nicht. Verwechsele dies nicht.«

H. Ikeda, Aikido-Meister

»Weder die Auseinandersetzung mit der Technik, noch das Gewinnen oder Verlieren sind wahres Budo. Wahres Budo kennt kein Besiegen.«

Morihai Ueshiba

AIKIDO

AIKIDO IN WALLDORF IST EINE

ABTEILUNG DER TGS WALLDORF

UND MITGLIED IM DEUTSCHEN AIKDIO BUND

TGS WALLDORF

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TGS WALLDORF

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